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USE handelt Utopien.

Die 100-jährige Architektur des Hebbel-Theaters in Berlin wurde am Samstag, den 26. April 2008 um 19.30h für einen Abend zur Präsenzbörse mit Parketthandel. Zu erleben war die Performance der von Ihnen eingesandten Utopien auf dem Parkett und auf der Bühne.

Gehandelt wurden: Das kleine Welttheater, Handschuhe im Dreierpack, Ich bin wir sind glücklich, Kein Kind von Traurigkeit, Klang als Objekt, Mobile Inn, Offenes Land, OneAim.org, Riesenrutsche, Verfassung von Ifjen

  • Im Tausch gegen Ihre Eintrittkarte erhalten Sie am Empfangs-Counter Ihr persönliches USE-Depot mit einem Startguthaben von 5€ = 50.000. Davon haben wir bereits ein ausgewähltes Kontingent an USE-Aktien für Sie erworben.
  • USE ist eine Präsenzbörse. Kommen Sie miteinander ins Geschäft und handeln Sie mit anderen USErn auf dem Parkett Ihre Preisvorstellungen aus. Lassen Sie Ihre Transaktionen an einem der 5 Terminals von einem Broker ausführen. Nach jeder Transaktion erhalten Sie Ihren aktuellen USE-Depotauszug.
  • Sie finden keinen Handelspartner oder benötigen eine individuelle Strategieberatung? Wenden Sie sich in allen Belangen an den Broker Ihres Vertrauens.
  • Wollen Sie Ihr Guthaben aufstocken? Schießen Sie am Empfangs-Counter zum Kurs von 1€ = 10.000 Kapital in beliebiger Höhe nach.
  • Um 22h schließt USE. Lassen Sie sich jetzt Ihren Abschluss-Depotauszug von Ihrem Broker ausstellen. Am Empfangs-Counter wird Ihnen der Gegenwert der USE-Aktien in Ihrem Depot sowie Ihr Restguthaben in € ausgezahlt.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Palast der Projekte (c) www.hebbel-am-ufer.de Kontakt info(at)utopiastockexchange.com

USE ist eine gegenseitige Beobachtung von Börse und Theater. Die Börse und das Theater sind „worlds apart“. Beide operieren in abgeschlossenen Räumen mit eigener Logik. Beide haben eine beobachtende und regulierende Funktion für den Markt bzw. in der Gesellschaft. An der Börse und im Theater werden keine Produkte gehandelt, sondern Möglichkeiten und Vorstellungen, das Kerngeschäft beider ist die emotional aufgeladene Beobachtung und Produktion von Werten durch Spekulationen. Die Börse ist moralfrei, ohne Gedächtnis und lässt sich nicht kontrollieren. Das Theater ist eine moralische Erinnerungsmaschine mit durch Subventionen kontrolliertem Bildungsauftrag. Der wichtigste Gebrauchsgegenstand an der Börse wie im Theater ist die Information, die in beiden Systemen nicht von der Behauptung unterschieden werden kann.

Idee/Gesamtleitung: Carolin Hochleichter, Jutta Wangemann Game-Design/Programmierung: Sebastian Quack Raum: Marc Bausback Utopie-Stunts: Armin Chodzinski, Florian Feigl Geräusche: Max Bauer BrokerInnen: Hanka Boldemann, Anne Kleiner, Veit Merkle, Vladimir Miller, Eva Plischke, Carrie Roseland, Christoph Scheurle, Tanja Thomsen, Frank Willens, André Winzer Utopien: Ariane Andereggen, Chritine Dissmann, Anne Makarov, Michael Arnold, Ingmar Redel, Geo Reisinger, Max Schumacher, Philipp Solymosi, Charlotte Wetzel, Anders Zettelmann USE-TV: Timm Ringewaldt & Philipp Dreißig, Roman Leitner, Diana Näcke, Vadim Schäffler Zornbörse u. Zornbank Anlageberatung: Verena Busche, Andreas Liebmann, Lajos Talamonti Filminstallation „Representations of Future": Katya Sander (Künstlerhaus Stuttgart 2008)